Nachhaltigkeit bei feelfood®

Bio für Mensch und Natur

Bei feelfood® setzen wir zu 100 % auf Bio-Zutaten. Da beim Anbau von Bio-Lebensmitteln sowohl auf Monokulturen als auch auf schädliche Pestizide verzichtet wird, ist dies nicht nur für den Verbraucher gesünder, sondern auch besser für die Umwelt.

Das schlägt sich vor allem beim Thema Biodiversität nieder. Nach Untersuchungen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIBL) haben Biobetriebe “zwischen 46 und 72 Prozent mehr naturnahe Flächen und beherbergen 30 Prozent mehr Arten und 50 Prozent mehr Individuen als nicht-biologisch bewirtschaftete Betriebe”.

Nicht zuletzt verzichtet der Bio-Landbau auf Stickstoffdüngung und schafft es darüber hinaus deutlich mehr Kohlendioxid zu binden als konventionell bewirtschaftete Böden - ist also auch um einiges klimafreundlicher. Das kommt auch dem Grundwasser und angrenzenden Fließgewässern zugute, die ebenfalls weniger belastet werden.

Somit haben Bio-Produkte einen erheblichen Anteil am Schutz von Umwelt, Klima und dem Erhalt biologischer Vielfalt.

Beste Qualität durch nachhaltigen Anbau

Regionalität spart unnötige Transportwege & CO2-Emissionen

Tatsächlich kommen nahezu alle Zutaten für unsere Instant-Mahlzeiten von einem familienbetriebenen Bio-Bauernhof in Süddeutschland. Selbst das Soja wird dort angebaut.

Die Zutaten werden direkt vom Feld in die hofeigene Produktion überführt. Dort wird das Gemüse getrocknet, die anderen Zutaten schonend verarbeitet und in unsere Becher abgefüllt - frischer geht’s nicht! Co-Gründer Fabian ist zudem regelmäßig auf dem Hof zu Besuch, um sich von der hohen Qualität der Rohstoffe und Produktion zu überzeugen.

Dadurch, dass sowohl Anbau als auch Produktion der feelfood® Zutaten in Deutschland erfolgen, werden natürlich jede Menge unnötiger Transportwege und damit CO2-Emissionen eingespart.

P.S. Ja, die beiden Bilder sind tatsächlich von unserer Produktionsstätte.

Made in Germany

Wie sieht es mit den Verpackungen aus?

Unsere Becher bestehen zu 95% aus Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Der minimale Anteil an PE-Beschichtung innen ist für Lebensmittel tatsächlich gesetzlich vorgeschrieben. Diesen halten wir aber bewusst so gering wie möglich um gleichzeitig unnötige Ressourcen zu sparen und dabei trotzdem eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.

Auch bei unseren Versandkartons achten wir darauf, die Größe an unsere Produkte anzupassen, sodass beispielsweise keine unnötigen Füllmaterialien zum Einsatz kommen müssen. Zudem sind wir nun ganz neu auf sogenannte Graspapierkartons umgestiegen, die - wie der Name bereits verrät - zu knapp einem Drittel aus Gras bestehen. Gegenüber Holz ist Gras ein schnell nachwachsender Rohstoff, der mit deutlich weniger Energie- und Wassereinsatz aufbereitet werden kann.

Somit ist die derzeitige Verpackung tatsächlich die nachhaltigste und ressourcenschonendste Lösung für unsere Produkte!

Wieso kein Glas?

Beim Thema Glas vs. Plastik ist nicht alles so schwarz-weiß, wie viele denken. In der Theorie ist Glas die nachhaltigere Alternative, da es besonders oft recycelt werden kann.

Aber: Sowohl die Herstellung als auch die Wiederverwertung (inkl. Reinigung etc.) von Glas benötigt unglaublich viel Energie, sodass die Bilanz dabei unterm Strich alles andere als umweltfreundlich ist. Zudem führt dies dazu, dass im Endeffekt eine große Menge von dem Glas, das im Umlauf ist, gar nicht erst recycelt wird.

Dazu kommt, dass Glas natürlich viel mehr wiegt als Plastik, und somit beim Transport vergleichsweise hohe Treibhausgas-Emissionen verursacht. Einwegglas stuft das Umweltbundesamt deswegen sogar als umweltschädlicher als beispielsweise Tetrapaks oder Plastikbeutel ein.

Auf der Suche nach einer nachhaltigen Verpackung

Was ist mit kompostierbaren Alternativen wie Maisstärke & Co.?

Sogenannter Bio-Kunststoff wird nicht aus Erdöl, sondern aus pflanzlichen Rohstoffen wie z.B. Mais gewonnen. Dadurch können diese theoretisch kompostiert werden, praktisch dürfen sie aber nicht in der Bio-Tonne entsorgt werden, da sie viel langsamer verrotten als Pflanzenmaterial. Werden sie dagegen in der Wertstofftonne entsorgt, verschlechtern sie dort die Recycling-Qualität der gewöhnlichen Kunststoffe. Im Endeffekt lautet die Empfehlung Bio-Kunststoffe im Restmüll zu entsorgen, damit bei den Verbrennungsprozessen wenigstens die wenigstens die Abwärme genutzt werden kann.

Auf die inneren Werte kommt es an

Das trifft auch in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie zu. Der Klimafußabdruck des verpackten Lebensmittels ist im Schnitt 16 bis 30 Mal höher als der Fußabdruck der Verpackung. Dabei verursachen Lebensmittel tierischen Ursprungs insgesamt gesehen weitaus mehr CO2-Emissionen als pflanzliche. Während für die Produktion von einem Kilo Fleischersatz auf Sojabasis ca. 2,8 Kg Treibhausgase ausgestoßen werden, beträgt der Wert für Rindfleisch mehr als 10 Mal so viel - nämlich ca. 30,5 Kg.

Gute Zutaten für eine gute Mahlzeit

Fazit: Alles eine Frage der Perspektive?

Was nun also wirklich als “nachhaltig” definiert werden kann, liegt vor allem daran, aus welcher Perspektive man es betrachtet. Bei den nachwachsenden Rohstoffen punktet vor allem Papier, bei der Recyclebarkeit liegt Glas vorne, während beim Transportaufwand wiederum Plastik besser abschneidet.

Besser als starre Definitionen gilt es also, grobe Richtlinien festzulegen, die für jeden Einzelfall die individuell beste bzw. nachhaltigste Lösung bilden:

  • Verpackungen sollten zweckmäßig sein und das Produkt schützen, aber auf unnötige Zusätze verzichten, um so wenig Ressourcen wie möglich zu beanspruchen
  • Neben den Herstellungskosten sollten auch der Energieaufwand für Transport, Recycling und Entsorgung bedacht werden
  • Nachwachsende Rohstoffe haben am meisten Zukunftspotenzial
  • Pflanzliche Zutaten gewinnen in Hinsicht auf die Umweltbilanz fast immer
  • Die Regionalität der Produkte hat den größten Einfluss

Auf Basis dieser Grundsätze haben wir für feelfood® die momentan bestmögliche Lösung gefunden. Wir sind aber schon sehr gespannt, was die Zukunft bringt!

Sobald noch nachhaltigere Verpackungen existieren und für die Lebensmittelbranche zugelassen werden, werden wir auch auf diese umsteigen. Dazu befinden wir uns bereits in Gesprächen mit Verpackungs-Produzenten und testen erste Alternativen. Um in der Lebensmittelindustrie nachhaltiger zu werden, braucht es im Endeffekt nicht nur Startups, denen das Thema wichtig ist, sondern es muss ein grundsätzliches Umdenken stattfinden. Und damit das passiert, geben wir jeden Tag unser Bestes!

 

- Remember to feelgood, deine Jana

 

 

Quellen:
https://www.neue-verpackung.de/66952/wann-ist-eine-verpackung-nachhaltig/
https://www.agvu.de/wp-content/uploads/2020/11/Klimaschutz-ist-Lebensmittelschutz-Studie-AGVU-denkstatt_November-2020.pdf
https://ponyhuetchen.com/blog/nachhaltigkeit/wir-leben-nachhaltigkeit-plastik-vs-glas/
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/recycling-die-groessten-muell-mythen-des-alltags-1.3490012-3
https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/mehrwegflaschen#unsere-tipps
https://www.alnatura.de/de-de/magazin/oekologisch-sinnvolle-verpackung/faq-verpackung/verpackungswissen-faq/
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/fleischersatz-auf-pflanzenbasis-bester-umweltbilanz
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/bio-fair-regional/15467.html

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