Wie kann man dem Bienensterben aktiv entgegenwirken?

Hello,


Heute ist ein großer Tag für ein kleines Wesen: Es ist Weltbienentag! Wusstest du, dass der Mensch nur noch ungefähr vier Jahre überleben kann, wenn es keine Bienen mehr gibt? Daher ist es umso wichtiger, dass wir die kleinen Helfer schützen und ihnen natürliche Lebensräume bieten! Mit wenig Aufwand kann jeder von uns etwas für den Bienenschutz tun.


Honigbienen, Wildbienen, Hummeln - die Luft wimmelt nur so von fleißigen Bestäubern. In Deutschland fliegen etwa 560 Arten von Wildbienen durch die Luft. Ein einziges Bienenvolk kann dabei pro Tag bis zu drei Millionen Obstblüten bestäuben! Kein Wunder also, dass die Biene zu den drei wichtigsten Nutztieren zählt.

 

Bienen als Nutztiere


Durch Bienensterben sind nicht nur Schokolade, Gummibärchen und Honig in Gefahr, sondern auch unsere Erträge wie Obst und Gemüse. Bienen bestäuben nämlich bis zu 80 Prozent aller Blütenpflanzen und sind somit unverzichtbar für unsere Ökosysteme und Landschaften.

 

Was also können wir im Alltag tun, um den fleißigen Bestäubern zu helfen?

 

1. Küchenkräuter: 

Nicht nur wir Menschen mögen gerne Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Oregano, auch die Bienen freuen sich darüber. Mit einer kleinen Kräuterzucht kannst du also nicht nur deine Mahlzeiten verfeinern, sondern sorgst gleichzeitig für wichtigen Lebensraum! Für die Bienen ist wichtig, dass die Pflanzen Blüten tragen, sonst können sie diese nicht als Nahrung nutzen.

 

2. Seedbombs und Zwiebelblumen:

Egal ob ein blühender Balkonkasten, ein Obstbaum im Garten oder wildwachsende Pflanzen - Bienen und andere Bestäuber werden durch ein vielfältiges Pflanzenmeer angelockt. Wichtig ist nur, dass die Pflanzen Nektar und Pollen spenden. Bienen und andere Insekten freuen sich, wenn der Balkon oder Garten so bepflanzt ist, dass er ganzjährig blüht, damit sie immer Nahrung zur Verfügung haben. Sie lassen sich besonders von starken Farben, wie zum Beispiel Tulpen, Traubenhyazinthen oder Lavendel anziehen. Eine einfache Variante sind Seedbombs, die man in vielen Gärtnereien oder im Internet bekommt. Dort sind bienenfreundliche Pflanzensamen enthalten. 

 

3. Insektenhotels:

Über die altbekannten Insektenhotels als Nistmöglichkeit freuen sich Bienen nach wie vor. Gefertigt werden sie zum Beispiel aus Schilf oder Bambus. Eine ausführliche Anleitung findest du hier. Damit beim Bauen nichts schief geht, hat der Naturschutzbund Tipps gesammelt, die du dabei beachten solltest. Wem das zu kompliziert ist, der kann natürlich auch ein Insektenhotel kaufen. Und keine Sorge, du wirst dadurch keine Bienenschwärme anziehen, denn Bienen sind Einzelgänger!

 

4. Bienentränke: 

Im Sommer, wenn die Tage wieder heißer werden, bekommt auch die Biene Durst. Verhelfen kann man ihr mit einer kleinen Bienentränke. Dafür kannst du ein kleines Schälchen mit Wasser füllen und mit ein paar Steinen oder Holzstücken auslegen, damit die Biene eine Landefläche hat. An einem sonnigen und windstillen Ort platzieren und die Bienen werden sich freuen!

 

5. Achte auf bienenfreundliche Lebensmittel:

Gerade für Bienen sind Schädlingsbekämpfungsmittel wie Pestizide, Herbizide und Biozide besonders schädlich. Vermeide daher ihren Gebrauch und achte bei Lebensmitteln darauf, dass auf solche Chemikalien verzichtet wurde. Bei einem regionalen und saisonalen Anbau von Lebensmitteln wird meist auf synthetisch behandelte Produkte verzichtet. Das kommt nicht nur dir, sondern auch der Biene und anderen Nutztieren zugute! So kannst du indirekt helfen. Mit Bio-Lebensmitteln kannst du eine Landwirtschaft ohne Spritzmittel unterstützen, die auch natürliche Lebensräume für Insekten schafft und somit für Biodiversität sorgt.

 

Wie du der Biene helfen kannst

 

Wie du siehst, kann jeder mit einfachen Mitteln dazu beitragen, unseren fleißigen Bestäubern zu helfen! Dafür brauchst du weder einen grünen Daumen, noch tiefergehendes Expertenwissen. Achte einfach darauf, bei Pflanzen bienenfreundliche Varianten zu wählen und auf Chemikalien im Garten (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel) weitgehend zu verzichten.


Remember to Feel Good -


Deine Anne

Hinterlasse einen Kommentar