Leinsamen - das regionale Superfood

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Klein aber stark - das trifft wohl besonders auf Leinsamen zu, denn die kleinen Helferchen haben es in sich!


Leinsamen sind klein und eher unscheinbar, haben eine braune oder gelbe Schale und ein nussiges Aroma. Nicht gerade das, was man sich unter Superfood auf den ersten Blick vorstellt. Bei Superfood denkt man zuerst an exotische Varianten wie Chiasamen. Aber das muss nicht sein, denn auch die regionalen Leinsamen strotzen nur so voller Nährstoffe!


Wo kommen die denn her?


Leinsamen sind schon ähnlich lange ein fester Bestandteil der menschlichen Ernährung wie Hanfsamen. Und dabei waren sie schon früh auf der ganzen Welt verbreitet: Nicht nur in der Osttürkei vor ca. 9500 Jahren, auch die alten Griechen haben die kleinen Kraftpakete für sich entdeckt und ihre gesundheitsförderliche Wirkung als Heilmittel erkannt. Diese Beliebtheit hält bis heute an - auch wir kennen Leinsamen als Superfood.

 

Die größten Benefits von Leinsamen


Was steckt drin?


Der gute Ruf als Superfood besteht zurecht - egal, welche Nährstoffe man sucht, in Leinsamen wird man fündig: 

  • Ballaststoffe: 
  • Die enthaltenen Schleim- und Quellstoffe sorgen für ein anhaltendes Sättigungsgefühl und bringen die Verdauung in Schwung. Sie setzen sich aus ⅓ wasserlöslichen und ⅔ wasserunlöslichen Ballaststoffen zusammen und ähneln somit dem Aufbau der Chia-Samen.

  • Proteine:
  • Wer hätte es gedacht - die kleinen Samen stecken auch voller Proteine und sind somit ein wahres Kraftpaket! Eine Extraportion Eiweiß sorgt für einen gesunden Muskelaufbau.

  • Omega 3- und Omega 6- Fettsäuren:
  • Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut. Leinsamen haben einen hohen Fettgehalt von 30%, dafür handelt es sich aber bei der Hälfte um Alpha-Linolensäure, eine dreifach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die der Körper nicht selber bilden kann. 

  • Vitaminbomben: 
  • Leinsamen sind reich an den Vitaminen B1, B2, B6 und E. B-Vitamine kurbeln den Stoffwechsel an. Vitamin E schützt die Zellen vor schädlichen Einflüssen. Zudem ist Folsäure in den Samen enthalten und fördert Zellwachstums- sowie -teilungsvorgänge.

  • Lignane:
  • Der sekundäre Pflanzenstoff ist in Lein mehr als in den meisten anderen Pflanzen enthalten. Lignane haben eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt sowie eine stark antioxidative Wirkung und werden daher auch als Phytoöstrogene bezeichnet. 

     Leinsamen - klein aber fein

     


    Wie soll ich sie zu mir nehmen?


    Entscheidend ist, wie du die Leinsamen in deine Ernährung integrierst, damit der Körper sie optimal verarbeiten kann: Die ganzen Leinsamen besitzen eine Schale, die der Verdauungstrakt nicht durchdringen kann. Sie werden also nicht verdaut und komplett wieder ausgeschieden. Sind sie hingegen geschrotet, können die Leinsamen vom Körper verdaut und die enthaltenen Nährstoffe aufgenommen werden. 


    Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt, maximal dreimal täglich 15g (also insgesamt 45g) aufzunehmen. Da Leinsamen allerdings auch Blausäure enthalten und Cadmium im Boden anreichern, wird eine Gesamtmenge von 20g täglich als unbedenklich erachtet. Leinsamen sind also mit Vorsicht zu genießen, da es sonst schnell zu viel des Guten werden kann! 


    In unseren Mahlzeiten findest du auch Leinsamen, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, bereits geschrotet sind und somit ideal vom Körper aufgenommen werden können. Durch das Aufgießen der Mahlzeiten entfalten die enthaltenen Quellstoffe ihre Wirkung, damit du langanhaltend gesättigt bist und sind somit leicht und angenehm verdaulich!


    Wie lassen sich Leinsamen außerdem anwenden?


    Leinsamen sind wahre Alleskönner und aus den Superfood-Müslis und Müsliriegeln nicht wegzudenken. Mit Leinsamen kannst du deinen Porridge, Granola oder Smoothie aufpeppen, aber auch Salat oder Brot bekommen dadurch einen leicht nussigen Geschmack. Zudem lässt sich durch einfaches Zermahlen Leinsamenmehl herstellen, das als gesunde Alternative zum bekannten Getreidemehl bekannt ist. Für Veganer sind Leinsamen besonders geeignet als Ei-Ersatz zum Backen von Kuchen-oder Waffelteig. Dafür brauchst du nur einen Teelöffel gemahlene Leinsamen und drei Teelöffeln Wasser. Einfach verrühren und 15 Minuten stehen lassen, fertig ist das vegane Bindemittel zum Backen!


    Auch, wenn Leinsamen eher unscheinbar wirken, haben sie doch einiges zu bieten. Auf der Suche nach Superfood muss man sich nicht immer nach exotisch klingenden Namen umschauen. Die regionalen Leinsamen können hinsichtlich der Inhaltsstoffe ohne Weiteres mithalten und sind nicht nur günstiger, sondern auch klimafreundlicher!


    Remember to Feel Good -


    Deine Anne

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